angebotsenergie@gmail.com angebotsenergie@gmail.com
Menü
Wissen

Was ist Spezialitätenkaffee
eigentlich?

Spezialitätenkaffee steht auf jeder zweiten Tüte — aber kaum jemand erklärt, was das Wort bedeutet. Wir machen es: Herkunft, SCA-Score und warum wir manche unserer Kaffees bewusst nicht so nennen.

Oktober 2026 9 Min. Lesezeit Jonas
Kurzfassung

Drei Dinge, die hängenbleiben

9 Min. Lesezeit

80 Punkte aufwärts

Spezialitätenkaffee beginnt bei 80 von 100 SCA-Punkten — darunter ist er schlicht Kaffee.

Rückverfolgbar bis zum Hof

Beim Specialty-Lot steht auf der Tüte, wer ihn angebaut hat — beim Supermarktkaffee nie.

Mehr Geld beim Bauern

Wir zahlen für unsere Lots das Zwei- bis Dreifache des Weltmarktpreises — das ist der Punkt dahinter.

Das Wort kommt aus einer Bewertung

Spezialitätenkaffee — englisch Specialty Coffee — ist kein Marketingbegriff, sondern eine Bewertungskategorie. Ein Q-Grader (so eine Kaffee-Sommelier-Prüfung) verkostet die Rohbohne nach dem SCA-Protokoll und vergibt Punkte von 0 bis 100. Ab 80 Punkten darf sich ein Kaffee „Specialty“ nennen. Unsere Herkünfte liegen meist zwischen 82 und 87 Punkten — das merkt man an Klarheit und Süße in der Tasse.

Was die Punkte bewerten

Aroma, Säure, Körper, Nachklang — plus die Frage, ob die Tasse Fehler hat. Eine Bohne mit Kartoffelfehler oder Schimmelnoten rutscht sofort unter 80. Darum schmeckt Spezialitätenkaffee oft „leichter“ als der dunkle Filter aus dem Supermarkt: er ist einfach sauberer gearbeitet.

Cupping-Tisch mit Verkostungsschalen und Notizzetteln

Und warum kostet er mehr?

Drei Gründe: Kleinere Lots, bessere Verarbeitung an der Farm, und Importeure, die Farmern mehr zahlen als den Weltmarktpreis. Bei uns kommt noch die frische Röstung dazu — Kaffee ist ein Lebensmittel, und nach acht Wochen ist von der Punktzahl nur noch die Hälfte zu schmecken.

Warum wir nicht alles so nennen

Unsere Hausmischung „Marktplatz“ ist ein Blend — gute Bohnen, ehrlich geröstet, aber eben keine Single-Origin-Trophäe. Wir nennen sie deshalb schlicht „unsere Mischung“. Wer den Unterschied schmecken will: Im Barista-Workshop gibt es immer den direkten Vergleich, und wer zu Hause probieren will, bestellt eine Herkunft über das Kaffee-Abo.

Kurz gesagt

Spezialitätenkaffee heißt: über 80 Punkte, transparente Herkunft, frisch verarbeitet. Auf unseren Tüten steht immer die Farm und das Röstdatum — das ist ehrlicher als jedes Label.

Grüne Kaffeekirschen am Strauch in der Hand eines Pickers
Reife Kirschen — nur die kommen in den Sack
Cupping-Tisch mit Probierschalen und Punkteschema
Beim Cupping wird jede Charge benotet
Tüte Spezialitätenkaffee mit Herkunftsangabe und Röstdatum
Unser aktuelles Lot mit Hof-Name auf dem Etikett
Jonas, Röstmeister und Autor

Jonas — Röstmeister

Röstet seit 2016 am Probat, cuppt jede Charge selbst und schreibt im Blog die Wissenstexte. Ihn erreicht ihr dienstags am Röster.

Schmeckt den
Unterschied selbst

Im Laden gibt es die aktuelle Herkunft als V60 — oder du holst dir das Lot über das Abo nach Hause.