Das Wort kommt aus einer Bewertung
Spezialitätenkaffee — englisch Specialty Coffee — ist kein Marketingbegriff, sondern eine Bewertungskategorie. Ein Q-Grader (so eine Kaffee-Sommelier-Prüfung) verkostet die Rohbohne nach dem SCA-Protokoll und vergibt Punkte von 0 bis 100. Ab 80 Punkten darf sich ein Kaffee „Specialty“ nennen. Unsere Herkünfte liegen meist zwischen 82 und 87 Punkten — das merkt man an Klarheit und Süße in der Tasse.
Was die Punkte bewerten
Aroma, Säure, Körper, Nachklang — plus die Frage, ob die Tasse Fehler hat. Eine Bohne mit Kartoffelfehler oder Schimmelnoten rutscht sofort unter 80. Darum schmeckt Spezialitätenkaffee oft „leichter“ als der dunkle Filter aus dem Supermarkt: er ist einfach sauberer gearbeitet.

Und warum kostet er mehr?
Drei Gründe: Kleinere Lots, bessere Verarbeitung an der Farm, und Importeure, die Farmern mehr zahlen als den Weltmarktpreis. Bei uns kommt noch die frische Röstung dazu — Kaffee ist ein Lebensmittel, und nach acht Wochen ist von der Punktzahl nur noch die Hälfte zu schmecken.
Warum wir nicht alles so nennen
Unsere Hausmischung „Marktplatz“ ist ein Blend — gute Bohnen, ehrlich geröstet, aber eben keine Single-Origin-Trophäe. Wir nennen sie deshalb schlicht „unsere Mischung“. Wer den Unterschied schmecken will: Im Barista-Workshop gibt es immer den direkten Vergleich, und wer zu Hause probieren will, bestellt eine Herkunft über das Kaffee-Abo.
Kurz gesagt
Spezialitätenkaffee heißt: über 80 Punkte, transparente Herkunft, frisch verarbeitet. Auf unseren Tüten steht immer die Farm und das Röstdatum — das ist ehrlicher als jedes Label.






